Der Leidensweg vom Kauf bis zum Restaurieren

Beim Kauf unseres Bussis hat uns der Vorbesitzer erklaert, dass die Visco wohl nicht mehr in Ordnung ist. Auf diese Aussage haben wir uns erstmal verlassen und wollten das in Nuernberg bei einem Freund in Ordnung bringen lassen.

Fast am Ziel passierte es dann..... Es droehnte unterm Bus.... Also rechts ran gefahren (gottseidank waren wir gerade von der Autobahn auf die Bundesstrasse runter) um nach zu schauen.
Oh Weltklasse, eine Buchse aus dem Kreuzgelenk der Kardanwelle hat's zerbroeselt. Na gut.... erst mal langsam zur Werkstatt weitergefahren.
Gottseidank haben wir eine gebrauchte Welle organisieren ,was Samstags nachmittags gar nicht so einfach ist, und sogar eine mit Hardyscheibe.
Und so ganz nebenbei, hat es zeitgleich auch noch die Unterdruckpumpe erwischt, sozusagen ein Aufwasch. Irgendjemand, wir wollen jetzt auch keinen Namen nennen, hat wohl gedacht so' ne Pumpe ist unbegrenzt belastbar und hat sie direkt mit dem Motor (große Scheibe) verbunden. Zum Verstaendnis muss man erwaehnen, dass so eine Pumpe eine kleine Riemenscheibe hat und max. 5000 U/min vertraegt. Das Ergebnis dieser Konstruktion war, dass sie aber mit ca. 15000 U/min belasted wurde. Das konnte ja nicht lange gut gehn.

Dieses Problem wollten wir dadurch loesen, dass wir eine neue Lichtmaschine mit integrierter Unterdruckpumpe einbauten. Leider hielt die Pumpe nicht allzulange durch, weil, wie sich zuhause rausstellte, die Oelmenge, die wir der Pumpe gegoennt hatten, nicht ganz ausreichend war. Inzwischen haben wir eine elektrische Unterdruckpumpe.

2 Tage spaeter, nichts ahnend, nach dem Einkauf, auf dem Parkplatz..... Wie war das noch...... Sie wollte doch nur mal eben schnell...... gemuetlich nach Hause fahren. Ver flucht noch mal, was soll denn der Unsinn jetzt, es geht kein Gang mehr rein, also erst mal heim laufen..... es sind ja nur 500 Meter..... und den Einkauf im Kuehlschrank verstauen. Dann musste ich erst mal auf meine bessere Haelfte warten, denn damals war ich in Sachen Bussi doch noch ziemlich hilflos. Wir haben es dann erstmal nach Hause geschleppt.....guter alter Patrol..... Die Fehlersuche ergab dann, dass ein Riss im KUPPLUNGSNEHMERZYLINDERHALTER, alleins dieses Wort:-(, war. Und das bei einem Brocken vom angeblich besten 5-Zylinder-Umbauer. Nebenbei hat sich herausgestellt, dass die zusaetzliche Strebe von VW nicht nur gepasst, sondern das ganze Dilemma auch verhindert haette. Von der Firma SA-Teile (die es heute leider nicht mehr gibt) haben wir uns dann einen neuen Halter besorgt, der nebenbei auch nur halb so teuer und wesentlich passgenauer war als vom Umbauer. Dann noch die VW-Strebe und oh Wunder ..... es liess sich wieder schalten, sogar noch besser als vorher. Somit war eine Ursache für Fletch's Knieentzuendung beseitigt, die andere Ursache, der festgerostete Fahrersitz musste noch in Angriff genommen werden, was wir dann beim naechsten Besuch in Nuernberg auch erledigten. Nach einigem hin und her, mit viel Rostloeser, einem fetten Hammer, und einem Bekannten unseres Freundes, der wohl Bodybuilder war :-), hat das bloede Ding auch endlich nachgegeben. Jetzt haben wir richtig geniale Recaro-Sitze drin und das Bussi fahren macht wieder Spass. Das ganze passierte zwischen Oktober 2005 und Februar 2006.

Achja, so ein kleines Highlight zwischendurch...... DIE VISCO IST DOCH NICHT KAPUTT.

Im Winter, so ab November, Dezember 2005, als es kalt wurde, wollte das Bussi einfach nicht mehr richtig anspringen. Ueber das |G-16-Forum bekamen wir dann den Tip doch mal nach den Gluehkerzen zu schauen. Also hat uns unser Freund neue Kerzen besorgt und wir fuhren mal wieder nach Nuernberg. Es stellte sich heraus, dass das aus-und einbauen der letzten Gluehkerze allerdings gar nicht so leicht ist, also kam Fletch auf die Idee, erst mal die Spannung, die an den Kerzen ankommt zu messen. Und siehe da..... es kamen nur 10V an. Die Gluehkerzen waren also in Ordnung und das Problem liess mit einer neuen Verkabelung loesen(siehe Busausbau).

Was im Winter auch sehr auffaellt ist, wenn die Heizung nicht richtig warm werden will. Also, was liegt naeher als nach dem Thermostat zu schauen. Auwei.... Also in der 5-Zy|.-Umbauanleitung stand, man koenne EIN 4mm kleines Loch ins Thermostat bohren um das entlueften zu vereinfachen (so ein Bloedsinn, wer gibt bloss solche Tips). Gefunden haben wir 3 von diesen Loechern (sehr frei interpretierte Umbauanleitung). Wir haben dann einfach ein neues Thermostat eingebaut und wollten dann entlueften. Wohl gemerkt..... wir wollten, denn als wir das Schraeubchen am Kuehler aufdrehen wollten, haben wir das naechste Uebel gefunden, Gewinde im Eimer. Wie war das noch...... nach fest kommt ab, sollte Man dem verantwortlichen Vorbesitzer mal beibringen. Kurzerhand haben wir dann einen Kuehler aus 'nem Schlachtbus, der gottseidank gerade da rumstand, eingebaut und dann endlich entlueftet.

Danach dachten wir, dass es gar nicht schlimmer kommen kann.... wir haben uns getaeuscht. Als wir mal wieder nach einem Treffen nach Hause kamen, so ca. 3 km vor der Haustuer, hoerten wir ein haemmern unterm Auto. Man muss wohl erwaehnen, dass das nach dem links abbiegen passierte.. Wir haben dann angehalten und nachgeschaut...... nix zu sehen. Also noch mal vorsichtig angefahren und wieder...... klock klock klock. Nach 3 mal anhalten und nachschauen, bemerkte Fletch ploetzlich, dass die Gelenkwelle in einem sehr merkwuerdigen Winkel steht.
Weltklasse... Nagut... mit Spanngurten hat Fletch die Welle dann so fixiert,dass sie nicht mehr hin und her rutschte und dann gings erstmal ab nach Hause. Puh.. und das ganze bei 33 Grad im Schatten. Nach einer Woche war das dann auch repariert und weil das Zuhause auf der Gass als Rinnsteiningenieur doch ein bissl umstaendlich ist hat das die Werkstatt unseres Vertrauens erledigt. Als ich den Bus dann wieder holen wollte bekam ich gleich die naechste Hiobsbotschaft, die Stabilisatorpendelstuetze war abgeschert. Dafuer kann der Vorbesitzer aber diesmal nichts. Dieses Problem wurde beim letzten Besuch in Nuernberg auch beseitigt.

Zwischendurch wollte ich noch ein ziemlich grobes Rostproblem beseitigen, dabei habe ich dann noch so'nen Patzer entdeckt. Irgendein Hirni hat doch tatsaechlich die B-Saeule mit Rockwool ausgestopft. So was bescheuertes und bis man den Futzelkram erstmal wieder draussen hat.

Falls noch mehr dieser freudschen Fehlleistungen auftreten, werde ich sie auf alle Faelle hier berichten.